Förderung von Kinderwunschbehandlungen in Bayern

Achtung! Vorübergehend können keine Anträge gestellt werden

Aktueller Hinweis des Freistaats Bayern: Anträge zur Förderung von Kinderwunschbehandlungen können derzeit leider nicht gestellt werden. Grund: Die Förderung ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Der Bund und das Land Bayern beteiligen sich jeweils zur Hälfte. Die Mittel aus dem Bundeshaushalt sind zurzeit (Stand Dezember 2021) jedoch aufgebraucht. Antragstellungen und Bewilligungen können erst wieder erfolgen, wenn Bundesmittel freigegeben sind. Anträge, über die noch nicht entschieden wurde, müssen leider abgelehnt werden. Eine Ausnahmeregelung gibt es für Paare an der Altersgrenze. Wenn einer der (Ehe-)partner bis zum 31. März 2022 die Altersgrenze erreicht (40 bei der Frau, 50 beim Mann) können auch weiterhin Anträge gestellt werden. Da in diesen Fällen faktisch keine Möglichkeit besteht, die Kinderwunschbehandlung zu verschieben, wird hier die Erteilung einer Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmebeginn geprüft, damit förderunschädlich mit der Kinderwunschbehandlung begonnen werden kann.

Seit dem 1. November 2020 fördert das Land Bayern Kinderwunschbehandlungen, um Paare finanziell zu entlasten. Gefördert werden:

  • IVF-Behandlungen
  • ICSI-Behandlungen

Einen Zuschuss beantragen können nur Paare, die in Bayern ihren Hauptwohnsitz haben. Zu beachten ist außerdem:

  • Der Förderantrag muss gestellt werden, bevor die Behandlung begonnen hat. Als Behandlungsbeginn zählt der Kauf von Medikamenten beziehugnsweise das Einlösen eines Rezepts für die Kinderwunschbehandlung. Dies darf erst erfolgen, wenn der Zuwendungsbescheid erteilt wurde.
  • einen Antrag können heterosexuelle Ehepaare sowie unverheiratete heterosexuelle Paare stellen
  • Die Behandlung muss in einer Kinderwunschklinik in Bayern oder einem angrenzenden Bundesland erfolgen.

Bayern erstattet Ihnen 800 bis 1800 Euro der Behandlungskosten

Unser Abrechnungsteam hilft Ihnen bei der Antragstellung, zum Beispiel mit Attesten und Bescheinigungen. Sie können auf der Homepage des Bundesfamilienministeriums schon vorab prüfen, ob Sie einen Anspruch auf Förderung haben.

Die Förderhöchstbeträge liegen für die erste, zweite und dritte

  • IVF-Behandlung bei bis zu 800 Euro
  • ICSI-Behandlung bei bis zu 900 Euro

Für den vierten Behandlungszyklus werden

  • bei der IVF-Behandlung bis zu 1.600 Euro des Eigen- bzw. Selbstkostenanteils und
  • bei der ICSI-Behandlung bis zu 1.800 Euro des Eigen- bzw. Selbstkostenanteils erstattet.

Anträge nur noch online

Die Förderanträge können jetzt nur noch online ausgefüllt werden. Auf der Seite des Zentrums Bayern Familie und Soziales finden Sie den Einstieg in den Antragsprozess ganz unten rechts: Klicken Sie dort im blauen Feld mit dem weißen Pfeil auf "Starten".

Dem Antrag sind folgende Unterlagen beizufügen:

Von privat Krankenversicherten, Beihilfe-/Heilfürsorgeberechtigten und Anspruchsberechtigten gegenüber sonstigen Leistungsträgern zusätzlich:

  • Kostenübernahmeerklärungen oder Negativbescheid

Auszahlungsantrag

Erst nach der Behandlung können Sie den Antrag auf Auszahlung der Fördersumme stellen. Hierzu sind Kopien aller Rechnungen der Behandlung beizufügen.