Schilddrüsenfunktion und Fruchtbarkeit

Schilddrüsenerkrankungen treten bei Frauen fünfmal so häufig auf wie bei Männern. Bei Zyklusstörungen spielt die Schilddrüse häufiger eine Rolle und die die Zyklushormone haben einen Einfluss sowohl auf das Steuerungshormon TSH und als auch auf das Volumen der Schilddrüse.

Die Abklärung der Schilddrüsenfunktion ist in der reproduktiven Phase bei Fruchtbarkeitsproblemen besonders wichtig. Denn Schilddrüsenerkrankungen können den Eisprung, die Eizell- und Embryoqualität beeinflussen und eine Einnistung stören. Jede fünfte Kinderwunschpatientin hat außerdem eine Autoimmunthyreoiditis, die zehnmal häufiger bei Frauen auftritt als bei Männern. Auch ein Morbus Basedow kann sich erstmals in der Frühschwangerschaft oder nach einer Geburt manifestieren.