Stoffwechselgesundheit stärken - Risiken für das Wunschkind senken!

Warum ist die Abklärung des Zuckerstoffwechsels in der Kinderwunschbehandlung so wichtig? - Ein gesunder Zuckerstoffwechsel begünstigt die Eizellreifung. Später ist ein ausgeglichener Zuckerstoffwechsel die Voraussetzung, dass sich der Embryo überhaupt in der Gebärmutter einnisten kann und sich ungestört entwickelt.

Allen Frauen, bei denen wir Risikofaktoren für eine Stoffwechselstörung feststellen, empfehlen wir dringend einen Zuckerbelastungstest. Damit können wir auch eine geringfügige Störung sicher diagnostizieren. Haben wir eine solche Störung erkannt, verordnen wir unseren Patientinnen zur Vorbereitung der Behandlung Metformin, ein bewährtes Diabetesmedikament. Es verbessert die Ernährungssituation der Eizellen im Eierstock und in der Gebärmutter. Dadurch erreichen wir 25 % Spontanschwangerschaften.

Störungen des Zuckerstoffwechsels im Sinne eines früh einsetzenden Gestationsdiabetes (FREGDM) sind wahrscheinlich die häufigste und wichtigste Mitursache für einen unerfüllten Kinderwunsch und für Fehlgeburten. Das zeigen unsere wissenschaftlichen Forschungsergebnisse, für die wir wiederholt auf nationalen Kongressen ausgezeichnet wurden. Als einzige Kinderwunschklinik in Deutschland klären wir systematisch, ob Risiken für eine Stoffwechselstörung vorliegen. Und wir sind mit diesem Ansatz sehr erfolgreich. (Details unserer Forschungsergebnisse finden Frauenärzte und Diabetologen hier.)

Nur bei profertilita: Früherkennung des gestörten Glukosestoffwechsels

Die Durchführung eines Zuckerbelastungstests zur Untersuchung auf Glukosestoffwechselstörungen und Insulinresistenz gehören daher bei profertilita zur Abklärung sowohl eines unerfüllten Kinderwunsches als auch von wiederholten Fehlgeburten. Der Zuckerstoffwechsel kann mit einem einfachen Bluttest, dem sogenannter „oGTT“ untersucht werden. Störungen des Zuckerstoffwechsels können sehr effektiv mit Ernährungsberatung, Bewegung und dem Zuckermedikament Metformin behandelt werden. In manchen Fällen ist eine zusätzliche Mitbehandlung in einer kooperierenden diabetologischen Schwerpunktpraxis notwendig.

Schema: So gehen wir vor, um Zuckerstoffwechselstörungen vor und während einer Kinderwunschbehandlung auszuschließen.

Mit optimiertem Stoffwechsel von alleine schwanger!

Unsere Sorgfalt zahlt sich für unsere Patientinnen aus: spontan (also ohne irgendeine Technik der künstlichen Befruchtung) werden ca. 25% von ihnen schwanger! - Und bei Patientinnen, bei denen es so nicht klappt, erreichen wir mit den Techniken der In-vitro-Fertilisation klinische Schwangerschaftsraten von über 50% (Frauen bis 38 Jahre). Auch diese herausragenden Ergebnisse führen wir auf unser Stoffwechselkonzept zurück. Zudem haben die meisten Frauen, die unter unserer Stoffwechselkontrolle schwanger werden, auch eine natürliche Geburt.

Welchen Einfluss hat der Zuckerstoffwechsel auf meine Fruchtbarkeit?

Nach dem Eisprung kommt es durch die Veränderungen der Zyklushormone zu ausgeprägten Veränderungen im Stoffwechsel der Frau. Bei einer Hormonbehandlung ist dies noch ausgeprägter. Vor allem bei Kinderwunschpatientinnen steigen die Blutzuckerwerte besonders während der Einnistungsphase des Embryos über die Grenzwerte eines Gestationsdiabetes an, so dass ein FREGDM diagnostiziert werden kann. Bleiben diese Werte weiterhin erhöht, wie bei Glukosestoffwechselstörungen und Insulinresistenz zu erwarten, so bleibt meist die ersehnte Schwangerschaft aus oder es ist eine Fehlgeburt vorprogrammiert. Daher ist die frühe und wiederholte Testung auf Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) in der Einnistungsphase und in der frühen Schwangerschaft so wichtig. Mögliche Störungen des Blutzuckerstoffwechsels können so frühzeitig erkannt und zu behandelt werden. Denn Glukosetoleranzstörungen haben während der frühen Schwangerschaft einen schädlichen Einfluss auf die Nährstoffversorgung und Entwicklung eines Embryos und den weiteren Schwangerschaftsverlauf.

Welchen Frauen empfiehlt profertilita, den Zuckerstoffwechsel zu kontrollieren?

Bei Risikofaktoren wie

  • mütterlichem Alter ab 35 Jahren
  • familiärer Belastung
  • Gestationsdiabetes in vorausgegangener Schwangerschaft
  • nach Totgeburt
  • Kindsgewicht ab 4.500g
  • Kind mit Fehlbildungen
  • habitueller Abortneigung
  • polyzystischem Ovar-Syndrom
  • Übergewicht und Adipositas

empfiehlt die Fachkommission Diabetes Bayern (2009) sofort nach Feststellung der Schwangerschaft, mit der notwendigen Behandlung zu beginnen. - Unseren Kinderwunschpatientinnen, die ohnehin eine Risikogruppe bilden, empfehlen wir dagegen dringend, wenn einer dieser Risikofaktoren vorliegt, von Anfang an unserem Programm zur Überwachung des Zuckerstoffwechsels teilzunehmen.

Wie wird ein gestörter Blutzuckerstoffwechsel behandelt?

Hierzu gehört die Schulung in der Blutzuckerselbstmessung, Ernährungsberatung und Vorstellung in einer kooperierenden diabetologischen Schwerpunktpraxis. Akute Folgen eines unbehandelten Gestationsdiabetes sind Fehl- und Frühgeburten, Infektionen, Präeklampsie (hoher Blutdruck, Wassereinlagerung, erhöhte Eiweißausscheidung im Urin), eine erhöhte Rate an Kaiserschnittentbindungen und Geburtskomplikationen wie Schulterdystokie und starke Nachblutungen.