Die Fruchtbarkeitsreserve

vor Chemo- oder Strahlentherapie beachten!

Die meisten Tumorpatienten werden heutzutage geheilt. Für jüngere Patienten stellt sich nach der Heilung irgendwann die Frage nach einem eigenen Kind. Aber Chemo- und Strahlentherapie schädigen das Eierstock- und Hodengewebe.

Da die Keimzellen so empfindlich sind, sollten noch vor der Tumortherapie Reserven angelegt werden. Bei Samenzellen ist das schon lange möglich, bei Eizellen und Eierstockgewebe sind sichere Verfahren zur Kältekonservierung relativ jung. - Unser Zentrum ist Teil des Netzwerks FertiPROTEKT, deren Mitglieder es sich zur Aufgabe gemacht haben, jungen Menschen in dieser Situation zu helfen. Da die Zeit von der Diagnose bis zum Beginn der Tumortherapie oft kurz ist, bekommen Tumorpatienten bei uns immer auch sehr kurzfristig einen Termin.

Langzeitlagerung ist möglich

Die kältekonservierten Keimzellen der Frau und des Mannes können unbegrenzt in flüssigem Stickstoff bei -196°C gelagert werden. Ohne Qualitätsverlust.

Schwangerschaften nach Kryokonservierung weiblicher oder männlicher Keimzellen entstehen später mit Hilfe der künstlichen Befruchtung durch „ICSI“ (Einspritzen einer Samenzelle in die Eizelle). Dieses Verfahren wird seit vielen Jahren erfolgreich angewandt.

Wir waren seit Gründung von FertiPROTEKT im Mai 2006 eines der ersten regionalen Zentren in Deutschland. Inzwischen besteht der Verbund aus mehr als 70 universitären und nicht-universitären Zentren nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Schweiz und Österreich.

In unserem ART-Labor können Eizellen und Spermien eingefrorenen werden, die mit flüssigem Stickstoff in unserer Kryo-Bank so lange wie gewünscht konserviert bleiben. Weitere Informationen können Sie hier herunterladen oder hier nachlesen: Eigene Kinder auch nach Chemo- und Strahlentherapie