Zusatzleistungen können Erfolgsaussichten der Kinderwunschbehandlung verbessern

Bitte beachten Sie unsere persönlichen Empfehlungen!

Der Fortschritt in der Fortpflanzungsmedizin ermöglicht es uns immer wieder, unseren hohen Standard weiter zu verbessern. Entsprechend dem aktuellen Stand der Wissenschaft empfehlen wir daher im Einzelfall ausgewählte Zusatzleistungen, die Ihre individuellen Chancen weiter verbessern können. Beachten Sie bitte: Zusatzleistungen werden von den gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) grundsätzlich nicht bezahlt, auch wenn sie nachweislich den Behandlungserfolg steigern und das Wirtschaftlichkeitsgebot erfüllen (SGB V §12). Hier stellen wir Ihnen nur Zusatzleistungen vor, von denen wir überzeugt sind.

Alle Zusatzleistungen führen wir nur auf Wunsch durch, da die gesetzlichen Krankenkassen sich nicht an den Kosten beteiligen. Das betrifft selbst die Kryokonservierung. Private Krankenversicherer übernehmen die Kosten individuell.

Kryokonservierung - eine neue Chance ohne weitere Hormonbehandlung

Sind nach einer Eizellpunktion mehr entwicklungsfähige Zellen vorhanden als für den geplanten Embryotransfer notwendig, können diese überschüssigen Zellen eingefroren werden. Damit wird es möglich (etwa nach der Geburt eines Kindes) einen weiteren Embryotransfer ganz ohne Hormonbehandlung, operative Eizellgewinnung und ohne weitere Befruchtung im Reagenzglas durchführen zu können.

An unserem Zentrum werden Eizellen ausschließlich mit dem neuen Verfahren des Verglasens (Vitrifikation) kryokonserviert. Die Überlebensrate der Zellen beträgt hierbei ca. 98%. Die Schwangerschaftsraten entsprechen in qualifizierten Kinderwunschzentren den Raten im Frischzyklus, ja sind teilweise sogar höher.

Mit Hilfe der Kryokonservierung wird die Schwangerschaftsrate pro Eizellentnahme deutlich gesteigert. Gleichzeitig wird die Gesundheit der Frauen durch Vermeidung von belastenden Hormonbehandlungen geschützt. Ferner sind die Kinder nach einem Embryotransfer von aufgetauten Zellen bei der Geburt seltener untergewichtig als Kinder nach einem Transfer von frisch gewonnen Zellen. Das ist möglicherweise auf natürlichere Einnistungsbedingungen ohne die vorausgegangene Hormonstimulation zurückzuführen.

Reifeprüfung der Spermien - HBA-Test und PICSI

Bei der intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) wird jeweils eine bewegliche Samenzelle mit einer feinen Glaspipette in eine reife Eizelle eingestochen (injiziert). Für diese Injektion suchen unsere Laborantinnen bewegliche Samenzellen mit einem normalen Erscheinungsbild aus. Die besten Befruchtungsergebnisse mit fortlaufenden Schwangerschaften können immer dann erzielt werden, wenn wirklich reife Samenzellen in die Eizelle injiziert werden. Diese reifen Samenzellen zu finden ist jetzt mit einem neuen Verfahren zuverlässig möglich: Denn die Natur hat es so eingerichtet, dass sich nur reife Samenzellen an der Eizelle binden können. Sie docken dabei am Hyaluronan an, das die Eizelle natürlicherweise umgibt. Bei der physiologischen ICSI, abgekürzt auch PICSI genannt, werden nur die Samenzellen in die Eizellen eingeführt, die sich an die Hyaluronan-Tropfen in der PICSI-Schale gebunden haben.

Mit dem sogenannten Spermien-Hyaluronan-Bindungstest (HBA-Test) kann bereits während der Vordiagnostik herausgefunden werden, ob der Anteil an reifen Samenzellen vermindert ist und dann eine PICSI nachweislich vorteilhaft ist.

Embryokultur auf höchstem Sicherheitsniveau - EmbryoScope

Körpernahe Kulturbedingungen sind für die gute Entwicklung von Embryonen wichtig. Eine oft vernachlässigte Rolle spielt hierbei der Sauerstoffanteil im Brutschrank. Denn Sauerstoff ist ein Zellgift. - In den Brutschränken unseres Zentrums erzeugen wir daher ein sauerstoffreduziertes Milieu, das den Bedingungen in der Gebärmutter nahe kommt. Dies ist nur ein Beispiel dafür, dass wir alles tun, um die Bedingungen für eine hohe Geburtenrate in unserem Zentrum zu optimieren.
Idealerweise verbleiben die Embryonen so behütet bis zum Transfer im Brutschrank. Wegen der notwendigen Befruchtungskontrollen müssen sie jedoch von Zeit zu Zeit herausgenommen und überprüft werden. Diese Störungen können mittlerweile jedoch vermieden werden. Denn Brutschränke wie unser EmbryoScope erlauben eine Kontrolle, ohne dass die Kulturschale aus dem Brutschrank entnommen werden muss. Ein in das EmbryoScope integriertes Mikroskop mit angeschlossener Kamera ermöglicht Zeitraffer-Aufnahmen der Eizellen und Embryonen bei geschlossenem Brutschrank. So können wir am Monitor die Zellen ohne jegliche Störung von außen beurteilen und im Vorfeld eventuelle Entwicklungsstörungen erkennen.

Blastozystenkultur

Entwickeln sich mehr Zellen als für den Embryotransfer vorgesehen, so ist meist eine verlängerte Embryokultur für 4-5 Tage sinnvoll (Blastozystenkultur). Wachsen die Embryonen in dieser Zeit ohne Auffälligkeiten weiter, ist nachgewiesen, dass sie sich bis zum Embryotransfer weiterentwickeln können.

Assisted Hatching (Schlüpfhilfe)

Jeder Embryo ist bis kurz vor der Einnistung in die Gebärmutter von einer schützenden Hülle (Zona) umgeben. Wenn diese Hülle verhärtet ist, kann ein Embryo nicht so einfach aus der Hülle schlüpfen und sich einnisten. Dieses kann unter dem Mikroskop erkannt werden, und dann ist die Öffnung der Eihülle (Assisted Hatching) mit einem Laser hilfreich. Bei der Auftaubehandlung ist diese Schlüpfhilfe grundsätzlich sinnvoll.

EmbryoGlue

EmbryoGlue ist eine Embryotransfer-Lösung, die es dem damit behandelten Embryo durch biomechanische Signale erleichtert, an die Gebärmutterschleimhaut anzuhaften. EmbryoGlue verbessert so die Einnistung des Embryos in die Gebärmutter und erhöht damit die Schwangerschaftsrate.

EmbryoGen

Bei Frauen, die wiederholt Fehlgeburten hatten, unterstützt diese spezielle Nährlösung durch Beeinflussung des Immunsystems in der Gebärmutterschleimhaut die erfolgreiche Einnistung. Es enthält den Botenstoff GM-CSF