Unser Abrechnungsteam unterstützt Sie

Kosten für eine künstliche Befruchtung

Ein Behandlungszyklus mit der künstlichen Befruchtung kostet ohne Zusatzleistungen ca. zwischen 1.100 bis 5.500€ in Abhängigkeit von der Behandlungsmethode zuzüglich der Kosten für Medikamente (ca. 1500 bis 3.000€), für Narkose (ca. 60 bis und 300€), Spermaaufbereitung (ca. 35 bis 300€) und Infektionsserologie nach Gewebegesetz (ca. 15 bis 80€). Die große Variation der Kosten liegt an den Abrechnungsvorgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (EBM) und der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Letztere ist bei Privatpatienten und Selbstzahlern anzuwenden.
Liegt bei Ihnen ein unterschiedliches Versicherungsverhältnis vor ("Mischehe"), so empfehlen wir Ihnen unbedingt eine frühzeitige individuelle Beratung durch unser Abrechnungsteam.

Gesetzliche Krankenkasse (GKV)
Bei gesetzlicher Krankenversicherung müssen betroffene Paare für die künstliche Befruchtung die Hälfte der Behandlungs- und Medikamentenkosten selber bezahlen (bei IVF ca. 1.500 bis 2.000 €). Einige Krankenkassen übernehmen inzwischen diesen Eigenanteil der Paare teilweise oder auch ganz (sogenannte Satzungsleistungen) oder bieten eine integrierte Versorgung an, die ebenfalls eine Kostenersparnis darstellt.
Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach, wie sie Kinderwunschpaare bei einer ART unterstützt. mehr
Gesetzlichen Krankenkassen zahlen allerdings nur, wenn die Vorausetzungen erfüllt sind:
Sie müssen verheiratet sein, ausschließliche Verwendung Ihrer eigenen Ei- und Samenzellen, Sie müssen beide zwischen 25 Jahren und 39 Jahre alt sein (obere Altersgrenze beim Mann 49 Jahre).
Nach einer Sterilisation besteht grundsätzlich kein Anspruch mehr auf Leistungen zur künstlichen Befruchtung.

Kaum eine GKV gewährt ihren Versicherten höhere Leistungen

Einige wenige Krankenkassen zahlen bei künstlicher Befruchtung mehr als die gesetzlich festgelegten 50 Prozent der Kosten. Hier finden Sie eine Liste der GKV, die sich verpflichtet haben, mehr zu zahlen, teilweise die Kosten ganz übernehmen. Ist Ihre Kasse dabei? Bitte prüfen Sie sorgfältig und nehmen Sie gegebenenfalls Kontakt zu Ihrer Kasse auf, ob die Angaben noch aktuell sind.

Integrierte Versorgung Reproduktionsmedizin Bayern

Unser Berufsverband Reproduktionsmedizin Bayern (BRB) hat mit den Betriebskrankenkassen (BKK) einen Rahmenvertrag über integrierte Versorgung in der Reproduktionsmedizin abgeschlossen. Wenn Sie bei einer der teilnehmenden Kassen versichert sind, profitieren Sie einmal von der vereinbarten umfassenden Qualitätssicherung und Betreuung und zum anderen von dem speziellen Vergütungskonzept, das Ihre finanzielle Belastung merklich reduziert. Die teilnehmenden BKKs finden Sie hier (keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität).

Private Krankenkasse (PKV)

Hier gilt das sogenannte das „Verursacherprinzip“. Die PKV zahlt nur, wenn die Ursache der Kinderlosigkeit beim PKV-Versicherten nachgewiesen wird. Wir empfehlen Ihnen bei PKV-Versicherung unbedingt eine frühzeitige individuelle Beratung durch unser Abrechnungsteam.